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Finanz Lexikon         
02Sep

Risikoanlage Agrarrohstoff

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In wirtschaftlich turbulenten Zeiten wie den unsrigen, lautet die Empfehlung mancher Anlageberater, in Rohstoffe zu investieren. Diese Form der Anlage ist jedoch mit einigen Risiken verbunden. Die Preise für Agrarrohstoffe sind höheren Schwankungen ausgesetzt als Aktienkurse.

So werden Weizen und Mais seit Jahresbeginn etwa zwanzig Prozent niedriger gehandelt, während sich der Preis für Zucker in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt hat. Als Kurz- oder mittelfristige Geldanlage scheint sich die Investition in den Nahrungsmittelanbau auch nicht unbedingt zu lohnen. Immerhin musste, wer seit Anfang des neuen Jahrtausend in einen durchschnittlichen Mix von Agrarrohstoffpapieren investiert hatte, einen Verlust von rund 30% hinnehmen. Werte für Schwermetalle haben sich im gleichen Zeitraum verdrei- oder gar vervierfacht. Grund dafür ist die Entwicklung der Märkte in Fernost, vor allem China. Sollte jedoch, bedingt etwa durch den Anstieg der Weltbevölkerung, Ernteausfall und Verringerung der Anbauflächen, die Nachfrage steigen, könnte sich die Investition in Agrarrohstoffe doch noch lohnen.

Es gibt aber auch eine Alternative, bei der Anleger nicht von klimatischen oder demographischen Faktoren abhängig sind. Wenn sie nämlich Argarfonds erwerben, die nicht in Rohstoffe, sondern in die Nahrungsmittelindustrie selbst investieren. Denn die könnte am meisten von der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln profitieren.

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