Seit Mai steht der Leitzins der Euro-Zone beharrlich auf 1,0 Prozent. Schuld an diesem Rekordtief ist die andauernde Krise im Finanz- und Wirtschaftswesen. Laut Wachstumsprognosen soll aber ein leichtes Abklingen der Krise in Sicht sein. Der Konjunktureinbruch soll sich dem Ende neigen. Während in der Finanzpolitik keine Änderungen erwartet werden, hat die Europäische Zentralbank (EZB) demzufolge keiner weiteren Senkung des Leitzinses zugestimmt. Unternehmen und Private Verbraucher profitieren von billigen Krediten aufgrund niedriger Zinsen. Sie sollen somit für den nötigen Antrieb der Wirtschaft sorgen. Wirtschaftsexperten prognostizieren, dass der Leitzins von der Notenbank bis zur Jahresmitte 2010 flach gehalten werden wird. Für die Haltung der EZB stehen die andauernde Inflationsrate und wenig Vertrauen in den wirtschaftlichen Aufschwung.
Nichts desto trotz wird aber mit einer leichten Entspannung der wirtschaftlichen Lage gerechnet. Währungshüter ließen verlauten, dass ein Auftrieb durchaus zu erwarten sei. Mit gleichem Atemzug wurde aber auch auf Rückschläge hingewiesen, die aufgrund weiter empor kletternder Arbeitslosenzahlen sowie das Wegfallen staatlicher Entwicklungshilfen zu Unsicherheiten führen werde. Während seinerzeit die EBZ in der Euro-Zone wird mit einer Verringerung des realen Bruttosozialproduktes von 5,1 und 4,1 Prozent gerechnet hatte, das entspricht einem Mittelwert von 4,6 Prozent, geht man nun von einem Zuwachs von 4,1 Prozent aus.
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