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Finanz Lexikon         
20Sep

Die Kaufinteressenten für den Versandhändler Quelle drängen auf eine schnelle Einigung, denn das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür und es soll möglichst schnell Ruhe in den Konzern einkehren.

Insolvenzverwalter Jörg Nerlich sagte: „Ich hoffe, dass wir im Oktober oder November zu einem Vertragsabschluss kommen.“ Der von der Krise gebeutelte Karstadt-Mutterkonzern Arcandor hatte im Juni Insolvenz beantragt. Für das mitbetroffene Tochter-Versandhaus Quelle gibt es vier ernsthafte Interessenten. Damit stehen die Chancen gut, vor Weihnachten an einen Investor verkaufen zu können.

Bundesarbeitsminister Scholz erhofft sich Auffanggesellschaften für die rund 3100 Quelle-Beschäftigten. „Es gibt eine Perspektive, bundesweit niemanden ins Bodenlose fallen zulassen.“ sagte Betriebsratsvorsitzende Ernst Sindel.

Bayern schwer getroffen

Das Bundesland Bayern, welches mit am schwersten von der Arbeitslosigkeit bei Quelle betroffen ist, hat als erstes eine Auffanggesellschaft gegründet. In den kommenden Wochen sollen die ersten Kündigungen ausgesprochen werden. Wen es von den mehr als 10 000 Beschäftigten treffen wird, darüber diskutiert derzeit der Betriebsrat. Dazu meinte Insolvenzverwalter Nerlich: „Die letzten Wochen sind für Belegschaft und Betriebsrat ein harter Weg gewesen“.

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