Durch das Streichen von Arbeitplätzen will die angeschlagene Landesbank Baden-Württemberg 700 Millionen Euro pro Jahr sparen. Das millionenschwere Sanierungsprogramm soll die LBBW aus der Krise holen.
2500 Stellen sollen gestrichen werden. Die größte deutsche Landesbank hatte dies am Donnerstag bei einer Sitzung mit den Trägern beschlossen. Damit sollen 700 Millionen Euro jährlich bis 2013 eingespart werden. „Jetzt müssen Altlasten abgebaut werden. Das ist schmerzhaft, aber es gibt keine Alternative.“ sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster. Die LBBW beschäftigt 13 600 Mitarbeiter.
Welche Standorte es betreffen wird, dazu gab es keine Äußerungen. In Berlin, wo sich der Hauptsitz von der LBBW befindet, kommt es wohl zu überproportionalen Kündigungen. Auch die im Ausland befindlichen Filialen soll es treffen.
Langfristig keine Besserung in Sicht
Diese Sparmaßnahme ordnete die EU-Kommission an, nachdem die Eigner der Bank fünf Milliarden Euro an frischem Kapital 2008 beisteuern mussten. Für das Jahr 2009 wird mit einem Verlust von 1,8 Milliarden Euro gerechnet. Hans-Jörg Vetter, der in wenigen Monaten den Posten des Vorstandschefs übernimmt, will Ordnung schaffen. Aus der Immobilien-branche wird sich die Landesbank mehr zurück und die Tochter Süd-Leasing soll verkauft werden.
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