Für die Hypo Real Estate wird es bis 2011 keine Gewinnaussichten geben. Die Aktionäre wehren sich gegen eine Verstaatlichung der Bank.
Bei der Hauptversammlung des Immobilien- und Staatsfinanzierers in München teilte Vorstandschef Axel Wieandt mit, dass weitere staatliche Finanzmittel in Höhe von sieben Milliarden Euro benötigt werden, um eine Kernkapitalquote von mindestens zehn Prozent zu erreichen
Damit stünde einer Verstaatlichung der HRE nichts mehr im Weg. Der staatliche Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin), der bislang rund 90 Prozent der HRE-Aktien hält, würde nur Gelder bereitstellen, wenn er die Bank komplett übernehmen kann.
Vor 2012 gibt es scheinbar keine Aussicht auf Gewinne. Ein Verlust in Höhe von 4,9 Milliarden Euro entsteht allein schon durch Abschreibungen auf Forderungen und Wertpapiere von 2009 bis 2011. Hinzu kommen Belastungen von 1,5 Milliarden Euro für die Hilfe des Bundes.
Aktionäre wehren sich
Bei der Hauptversammlung hagelte es Kritik von den Aktionären. Sie wollen sich nicht mit einem Preis von 1,30 Euro pro Aktie abfertigen lassen. Vorwürfe von Enteignungen wurden laut. Die Aktionäre wollen Ihre Anteile behalten und streben eine Klage gegen die Verstaatlichung der HRE an. „Wir wollen keine Almosen, wir wollen fair behandelt werden“, sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).
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