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Finanz Lexikon         
07Okt

50 Milliarden US-Doller fordert die deutsche Finanzbranche aus der Insolvenzmasse der pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers. Die Aussichten auf eine Zahlung des beachtlichen Betrages sind aber sehr gering.

Das Handelsblatt berichtet, dass von der deutschen Finanzbranche Ansprüche in Höhe von 50 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro) an den Forderungsverwalter Epiq Systems gestellt wurden. Unter den Antragsstellern sei auch der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) und die Deutsche Bundesbank.

Rund 10,4 Milliarden Dollar fordert die Bundesbank. Diese sind aus Währungsgeschäften entstanden, wofür Lehmann Brothers Sicherheiten gegeben hatte. Den höchsten Anspruch fordert der BdB mit 25,7 Milliarden Dollar. Die Chancen auf Geld aus der Insolvenzmasse schätzen Experten für gering ein.

Deutsche Bank Vorreiter

Die Deutsche Bank, mit rund 6,3 Milliarden US-Dollar Forderung, hat unter den deutschen Kreditinstituten den größten Anspruch gestellt. Ein Sprecher sagte, der Bank sei aus der Insolvenz aber kein Schaden entstanden, weil Kapitalmarkttransaktionen sowie Absicherungsgeschäfte getätigt wurden.
Mit 4,9 Milliarden Dollar steht die Commerzbank an zweiter Stelle. Diese hätte gegen die Risiken aber auch Vorsorge getroffen, hieß es von der Bank.

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