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Finanz Lexikon         
14Okt

Der Versicherungskonzern Allianz will das Modell, Versicherungen direkt im Autohaus zu verkaufen, weltweit ausbauen. Dies kündigte Karl-Walter Gutberlet, Privatkunden-Vorstand der Allianz an. Gespräche mit der Autoindustrie werden schon geführt.

In Deutschland hat der Marktführer neun Millionen Kunden bei der Autoversicherung unter Vertrag. Die Zusammenarbeit mit bekannten Autoherstellern funktioniert hier schon sehr gut. 1,4 Millionen Verträge erhält die Allianz allein von zehn Herstellern mit 24 Marken. Volkswagen übernimmt mit einer Million dabei den größten Part.

Ziel ist es, dieses System jetzt international zu erweitern. Die Autoindustrie soll verlautet haben, dass sie weltweit mit nur drei oder vier großen Versicherungskonzernen agieren will. Dazu kommt, dass Axa, Zurich und Generali ebenso diese Strategie verfolgen. Dagegen schlägt die HUK Coburg, zweitgrößter Anbieter von Autoversicherungen, einen anderen Weg ein. Sie will freie Werkstätten, die großflächig in Deutschland verteilt sind, unter Vertrag nehmen und die dadurch gewonnenen Rabatte bei einer Reparatur an ihre Kunden weiter geben. Der Kunde muss sich nur verpflichten, die Instandsetzung seines Autos in der Vertragswerkstatt vornehmen zu lassen, um eine niedrigere Prämie zu erhalten.

Die Ausweitung soll West- und Osteuropa betreffen und auch Länder in Süd- und Mittelamerika und auch Asien. In Indien wurde Anfang 2009 gestartet und im Sommer ist Russland dazugekommen. Die Allianz möchte damit den Rückgang der Abschlüsse von Verträgen, der seit Jahren in Deutschland schleichend voran geht, ausgleichen.

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