Die im laufenden Geschäft geschriebenen schwarzen Zahlen erfreuen nur die Börse. Denn der netto Milliardenverlust kann dadurch nicht verschönert werden.
Wieder schlägt ein Milliardenverlust zu buche, in Höhe von 1,05 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür sind die im dritten Quartal neuen Abschreibungen und eine Umstrukturierung des Konzers. Die vom Staat gestützte Bank fährt damit im Jahr 2009 einen Gesamtbetrag von 2,7 Milliarden Euro an Verlust ein.
Die Abschreibungen beziehen sich auf die Immobilientochter Eurohypo, die mit Kreditausfällen und Wertberichtigungen durch die Krise schwer angeschlagen ist. Die Commerzbank muss auf Anordnung der EU-Kommission die Tochter in den kommenden fünf Jahren verkaufen.
Ob die rund 120 Millionen Euro Gewinn im laufenden Geschäft ein Licht am Horizont sind, bleibt abzuwarten. Die schwarzen Zahlen sind durch verbesserte Kurse von virulenten Wertpapieren zustande gekommen. Die Frankfurter Börse regierte indessen positiv. Der Aktienkurs des Finanzhauses stieg um 1,3 Prozent auf 7,19 Euro.
Commerzbank-Chef Martin Blessing äußerte aber erneut, dass sich Gewinne erst ab 2011 wieder einstellen werden. Die Bilanz 2009 wird wie im Jahr 2008 mit einem Verlust abschließen. Besitzer von Genussscheinen werden auf Grund des Verlustes 2009 wohl auch keine Zinsen erhalten. Falls der Buchwert deswegen zurück gehen sollte, will die Bank eventuelle Rücklagen auflösen.
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