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Wieder sind vertrauliche Kundendaten eingesehen wurden. Sind unsere Daten in Deutschland überhaupt noch sicher? Bei der Postbank konnten freie Handelsvertreter Einsicht nehmen.

Nach dem Datenskandal beim Finanzvertrieb AWD, wo Zehntausende Kundendaten abhanden kamen und bei der Karstadt-Quelle-Bank, bei der die Nummern von Kreditkarten an Dritte gelangte, hat nun die Postbank einen weiteren verursacht. 4000 Berater hatten Einblick auf Konten der Postbankkunden. Die Postbank wollte den Zugriff sperren, doch es wurde heute bekannt, dass die Handelsvertreter noch immer auf die Daten zugreifen können.

Wenn Bankangestellte innerhalb ihrer Arbeit die vertraulichen Daten einsehen, ist dies kein Missbrauch, da eine Weitergabe an Dritte nicht vorliegt. Es wird keine Einwilligung des Kunden benötigt. Nun ist zu klären, ob die Berater der Tochtergesellschaft Postbank Finanzberatung AG, welche keine Festangestellten sondern freie Vertreter sind, zu externen oder internen Mitarbeitern zählen. Eine Regelung dazu beinhaltet der Vertrag zwischen Bank und den Beratern. Da die Einsicht für Werbezwecke genutzt wurde, könnte es heikel werden, meinte Rechtsanwalt Stefan Hanloser von der Kanzlei Howrey LLP in München und Spezialist auf dem Gebiet Datenschutz.