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Der DAX konnte einen Punktezuwachs von 2000 Punkten verzeichnen und es geht weiter steil nach oben, wie die Aktienkurse an den Weltleitbörsen in New York und Tokio zeigen.

Von Krise keine Spur mehr. Nach der Flaute auf dem Geldmarkt wird auf dem Aktienmarkt und in Unternehmensanleihen wieder investiert und die Zeichen stehen auf Gewinn. Selbst Zinsgeschäfte sind fast wieder auf dem Niveau wie vor der Krise. Leider beschleicht bei diesem rasanten Verlauf die Regierungeberater ein unangenehmes Gefühl. Sind die gewährten Steuergelder, die als Rettungsanker dienen sollten, evtl. zu schnell geflossen, so dass die Banker ihre zugesicherten Regulierungen möglicherweise nicht mehr halten wollen? Damit das Finanzsystem auf Dauer stabil gehalten werden kann, müssen weitere Reformen zur stabilen Finanzmarktregulierung getätigt werden, ließ die Finanzexpertin und Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro verlauten.

Aufgrund schneller Stabilisierung des Finanzmarktes wurden die Geschäftsbedingungen durch niedrige Zentralbankzinsen und staatlichen Bilanzhilfen bewusst verbessert, das schlägt sich wiederum mit 25 Pluspunkten seit März im deutschen DAX nieder. Trotz allem sind wichtige Vorhaben bezüglich Reformen nicht in die Tat umgesetzt worden, obwohl sich einige nicht krisenfeste Banken noch immer in Schwierigkeiten befinden.

Das Sträuben der nationalen Aufsichtbehörden deutet fast darauf hin, dass hier die eigene Wettbewerbsfähigkeit ihres nationalen Finanzsystems vordergründiger ist, als das gesamte Finanzsystem zu stabilisieren. Um den Finanzsektor kurzfristig zu stärken, müssen sich jedoch Finanzmarktregeln und Verfahrensweisen der Akteure ändern, sonst bleibt alles beim Alten.

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