An der Börse herrscht verdrehte Welt. Große Gewinne konnten mit Schuldverschreibungen eingefahren werden.
Finanzvorstand der ThyssenKrupp, Alan Hippe, kennt sich mit Krediten aus. Er musste vor gut zwei Jahren für den Reifenhersteller Continental Finanzgespräche wegen der Übernahme des Autozulieferers VDO führen und jetzt steht es um ThyssenKrupp schlecht. Doch sein Erfolg gibt ihm recht. Er hat es wieder geschafft. Hippe konnte die drei großen Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeiten von Unternehmen beurteilen (Standard & Poor´s, Moody’s und Fitch), davon überzeugen, Thyssen noch eine Frist zu gewähren. Das Unternehmen wurde nochmals in die Investionsklasse eingestuft. Continue reading »
Das Geschäft für Mercedes läuft nicht gut. Die Verluste gehen in die Milliarden und bei Audi und BMW steht der Stern hinten an. Nicht zuletzt durch neue Qualitätsmängel, was das Image nicht gerade steigen lässt.
Dieter Zetsche, Vorstandschef des Autobauers, stehen keine rosigen Zeiten bevor. Erst lässt man ihn am Eingang der IAA Messe in Frankfurt Minuten lang warten, da er seine Eintrittskarte vergessen hatte und man ihn nicht erkannte und dann musste er sich auch noch unangenehmen Fragen von den Journalisten stellen. Diese wollten unter anderem wissen, ob er seine Position bei Mercedes aufgeben müsse und ob der Konzern auch bald Staatshilfen, wie Opel, bräuchte.
Der „Mercedes unter den Produkten“ ist er nicht mehr. Im Premiummarkt legten Audi und BMW zu und verwiesen Daimler damit vom Thron. Mit dem CO2-Ausstoß gibt es auch Probleme. Der sei immer noch zu hoch und verbannt Daimler damit auf die letzten Plätze. Die neue E-Klasse war der Hoffnungsträger, doch dort liegt der Absatz unter rund einem Drittel, als erwartet, was aber auch am Versagen zahlreicher Dieselmotoren liegen kann. In dem momentanen Kompakt- und Kleinwagen Boom kann Mercedes nichts groß bieten und die schnell rostende A- und B-Klasse wirft kein gutes Licht auf den Konzern.
Doch mit rund 14 Milliarden Euro Reserven ist der Konzern noch abgesichert. Die Verluste hätten sich im dritten Quartal entspannt und durch Gewinn an Absatzmärkten in China und bei den Bus-Geschäften, ist Besserung in Sicht.
Die Koalition ist jetzt einen Schritt weiter. Alle drei Parteien wollen die Steuern senken und damit ihr Wahlversprechen einhalten. Wo, wie viel und wann, dazu gab es aber noch keine konkreten Äußerungen.
Am Mittwoch könnte die Entscheidung fallen, wann Steuerentlastungen möglich sind. Da geht es bei den Koalitionsverhandlungen in die heiße Endphase. Horst Seehofer, bayerischer Ministerpräsiden und CSU-Vorsitzender, erwähnte das Jahr 2011 oder vielleicht auch schon eher. Ob es bei dem Volumen von 20 Milliarden Euro Entlastungen bleibt, die seit Tagen kursieren, ließ er offen. Die FDP hatte in ihrem Wahlprogramm von 35 Milliarden Euro gesprochen und die CDU von 15 Milliarden Euro.
Seehofer sagte: „Es wird kein Wortbruch stattfinden das kann ich definitiv sagen“. Die CSU sehe gute Chancen, ihre Forderungen aus dem Wahlkampf umsetzen zu können. Die Entlastungen müssten möglichst früh beginnen, auf Grund der drohenden Steigung von den Arbeitslosenzahlen. Doch über eine konkrete Höhe wurde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und FDP Chef Gido Westerwelle noch nicht gesprochen.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) warnte vor schnellen Entschlüssen. Die Steuersenkungen dürften nicht auf Pump passieren. Die Finanzarbeits-gruppe erhielt derweil noch mal die Aufgabe, alle strittigen Steuersenkungen und weitere wichtige Finanzfragen erneut durchzurechnen. Die Ergebnisse sollen dann am Mittwoch den drei großen Parteichefs präsentiert werden.
Dem Finanzdienstleiter AWD sind anscheinend Kundendaten entwendet worden. 27.000 Datensätze wurden dem NDR Info zugespielt. Von AWD wurde das Missgeschick bestätigt.
Mehrere Zehntausend Kundendaten von AWD Kunden erhielt der Hörfunksender NDR Info, berichtete dieser am Freitag. Darin enthalten waren Kundennummern, Adressen, Telefonnummern, Geburtstage und Vertragsabschlüsse. Ebenso sei nachzuvollziehen, welcher Kunde eine Lebensversicherung abgeschlossen hat und wie viel Geld angelegt wurde.
Wie die 27.000 Datensätze abhanden kommen und dem NDR Info zugespielt werden konnten, ist noch zu klären. AWD bestätigte bis jetzt nur, dass es sich um Daten aus dem Finanzunternehmen handelt. Der Hörfunksender hat wohl aber Informationen bekommen, dass nur einzelne Mitarbeiter von AWD auf derartig große Mengen an Datensätzen Zugriff hätten. Strafanzeige wurde gegen unbekannt vom AWD inzwischen gestellt.
Joachim Wahlbrink, Landesbeauftragte für Datenschutz in Niedersachsen, wurde bereits eingeschaltet, um den Vorfall zu prüfen. Wenn die sensiblen Daten direkt aus der Firma kamen und nicht etwa von einem Call-Center, wäre dies von großem Belang.
Der Datenschutz sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, appellierte Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, an die Wirtschaft. Mit solchen Daten müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. Aus diesem Vorfall sollten Konsequenzen gezogen werden, forderte Edathy von AWD.
Den Harz-IV-Empfängern wird mehr zugesprochen, darüber einigten sich CDU, CSU und FDP. Die Zuverdienstmöglichkeiten sollen höher ausfallen und wer sich finanziell für das Alter abgesichert hat, darf es auch behalten.
Wer bisher in die Arbeitslosigkeit gerutscht ist, musste immer Angst haben, seinen Lebensunterhalt von seinem Ersparten oder von dem Verkauf von eventuell vorhandenen Vermögen zu bestreiten, bevor er Unterstützung vom Amt bekommt. Der Freibetrag soll jetzt auf 750 Euro je Lebensjahr verdreifacht werden. Der Zugriff des Staates auf selbstgenutzte Immobilien soll ganz versagt werden. Damit werden zwei der größten Ungerechtigkeiten von Hartz IV beseitigt, sagte Niebel, FDP-Generalsekretär.
Der Zuverdienst von Harz-IV-Empfänger soll auch steigen. Bisher durften die ersten 100 Euro einbehalten werden. Vorgeschlagen wurde, dass von 800 Euro 20 Prozent und zwischen 800 und 1200 Euro zehn Prozent behalten werden dürfen. Dies müsse die neue Regierung aber noch beschließen.
Desweiteren wird über ein Gesetz diskutiert, welches sittenwidrige Löhne verbietet, wenn diese um ein Drittel unter dem branchenüblichen Lohn liegt. Unklar ist jedoch noch, wie der „durchschnittliche Branchenlohn“ ermittelt werden soll.
Die Atmosphäre bei den Gesprächsgruppen sei gut. Bei den Themen Arbeit und Soziales gab es zu 80 Prozent eine Einigung. Die Arbeitsgruppe, die für Steuer- und Finanzpolitik zusammen gestellt wurde, hätte immer noch mit großen Meinungsverschiedenheiten zu kämpfen, aber der Abschluss für die Koalitionsverhandlungen könnte schon am 23. Oktober sein.
Die Deutschen lassen sich ihre Sicherung für ihre Vermögenswerte, wie das Auto und die Wohnungseinrichtung sehr viel kosten. Eine Vollkaskoversicherung haben 36 Prozent und eine Hausratversicherung haben 77 Prozent der Deutschen abgeschlossen. Dagegen wurde eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur von 24 Prozent der Deutschen unterschrieben. Die eigene Arbeitskraft scheint nicht viel wert zu sein. Continue reading »
Der Versicherungskonzern Allianz will das Modell, Versicherungen direkt im Autohaus zu verkaufen, weltweit ausbauen. Dies kündigte Karl-Walter Gutberlet, Privatkunden-Vorstand der Allianz an. Gespräche mit der Autoindustrie werden schon geführt.
In Deutschland hat der Marktführer neun Millionen Kunden bei der Autoversicherung unter Vertrag. Die Zusammenarbeit mit bekannten Autoherstellern funktioniert hier schon sehr gut. 1,4 Millionen Verträge erhält die Allianz allein von zehn Herstellern mit 24 Marken. Volkswagen übernimmt mit einer Million dabei den größten Part.
Ziel ist es, dieses System jetzt international zu erweitern. Die Autoindustrie soll verlautet haben, dass sie weltweit mit nur drei oder vier großen Versicherungskonzernen agieren will. Dazu kommt, dass Axa, Zurich und Generali ebenso diese Strategie verfolgen. Dagegen schlägt die HUK Coburg, zweitgrößter Anbieter von Autoversicherungen, einen anderen Weg ein. Sie will freie Werkstätten, die großflächig in Deutschland verteilt sind, unter Vertrag nehmen und die dadurch gewonnenen Rabatte bei einer Reparatur an ihre Kunden weiter geben. Der Kunde muss sich nur verpflichten, die Instandsetzung seines Autos in der Vertragswerkstatt vornehmen zu lassen, um eine niedrigere Prämie zu erhalten.
Die Ausweitung soll West- und Osteuropa betreffen und auch Länder in Süd- und Mittelamerika und auch Asien. In Indien wurde Anfang 2009 gestartet und im Sommer ist Russland dazugekommen. Die Allianz möchte damit den Rückgang der Abschlüsse von Verträgen, der seit Jahren in Deutschland schleichend voran geht, ausgleichen.
Jetzt hat die Krise selbst die Versicherungsbetrüger erreicht. Die Versicherungen stocken bei den Kontrollen auf. Eine Prämienerhöhung, wie es sonst üblich war, wäre in der derzeitigen Situation kundenfeindlich.
Manfred Göth kann sich über volle Auftragsbücher freuen. Er ist ein selbstständiger Gutachter in Wiesbaden. „Ich könnte Tag und Nacht im Einsatz sein“, sagt er. Die Versicherungen lassen immer mehr Anzeigen von ihren Kunden begutachten, um Betrüger zu entlarven. Mit neuer Technik und Ausbildung für die Fachmänner sind sie gegen Blender gerüstet.
Auch die Strafen sind empfindlicher geworden. Die Kölner Kanzlei Bach, Langheid & Dallmayr hat ein Betrugsaufklärungszentrum errichtet. Dort werden alle Informationen über Verdächtige gesammelt und zusammen getragen, die dann vor Gericht verwendbar sind.
In der Vergangenheit wurden zwar viele Einzelheiten über den Betrüger erfasst, aber nichts, was vor Gericht brauchbar wäre.
Es wird geschätzt, das seit der Wirtschaftskrise die Delikte angestiegen sind. Denn Versicherungsbetrüger klemmen fast immer in einer Finanzmisere. Jährlich bezahlen die Versicherungen geschätzte vier Milliarden Euro zu viel – wegen Betrugs oder zu hoch angesetzter Schäden. Den Kunden mangelt es dabei nicht an Fantasie oder sie rechtfertigen sich damit, dass sie lange genug Beiträge bezahlt hätten. Jetzt wehrt sich die Branche, was sie auf Grund der Angst, Kunden zu verlieren, in den letzten Jahren vernachlässigt hat.
Deutschland droht ein Vertragsverletzungsverfahren. Die Bundesrepublik ist noch immer ein Paradies für Schwarzgeld. Die Europäische Union übt jetzt Druck aus.
Deutschland hat in den letzten Jahren die Bekämpfung gegen illegale Geldzahlungen sehr vernachlässigt. Dies soll sich jetzt ändern. Brüssel übt Druck auf Deutschland aus. Laut „Fi-nancial Times Deutschland“ wird derzeit überprüft, ob die Bundesländer die Einhaltung von Anti-Geldwäsche-Regeln für Spielbanken, die Immobilienbranche und Finanzdienstleiter zu-reichend kontrollieren.
Laut den Geldwäscherichtlinien der EU von 2005 müssen auch Kasinos oder Immobilien-makler bei größeren Zahlungen die Identität überprüfen und jeden Geldwäsche-Verdacht melden. Ein entsprechendes deutsches Gesetz gibt es, aber die Kontrollen seien sehr lü-ckenhaft. Die Länder, die zur Aufsicht verpflichtet sind, können sich seit 1993 nicht einigen, wer für die Implementierung zuständig ist.
Im Jahr 2008 wurde wegen der schlechten Kontrollen gegen Schwarzgeld schon einmal ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland und 14 weitere EU-Staaten eröffnet. Da-mals verabschiedete der Bundestag das neue Geldwäschebekämpfungsergänzungsgesetz, weshalb das Verfahren gegen Berlin dann eingestellt wurde. „Bedauerlicherweise sei man etwas spät dran“, äußerte sich eine Sprecherin des Innenministeriums Baden-Württemberg.
Im September sind die Verbraucherpreise wieder gesunken und zwar um 0,3 Prozent. Der Grund dafür sind vor allem die gefallenen Preise bei Energie und Nahrungsmitteln.
Die Verbraucher können sich freuen. Die Preisentwicklung für Energie und Nahrungsmittel sank im September weiter. Das Statistische Bundesamt gab bekannt, dass es damit zum zweiten Mal in diesem Jahr eine negative Inflationsrate gab. Schon im Juli sanken die Preise um 0,5 Prozent.
Der stärkste Rückgang im Jahr 2009 zeichnet sich mit 18,6 Prozent bei den Mineralölprodukten ab. Die Nahrungsmittelpreise sanken im Jahresvergleich um 3,0 Prozent. Bei Nichtberücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel hätte die Inflationsrate im September 2009 bei plus 1,3 Prozent gelegen.
Weiterhin teilten die Statistiker mit, dass Energie um 0,9 Prozent gegenüber September 2008 nachließ. Auch bei Gas gab es einen deutlichen Preisrückgang. Einen Preisanstieg gab es aber weiterhin bei Tabakwaren und Pauschalreisen, sowie beim Strom. Dort sei der Preis zuletzt im Jahr 2000 gefallen.
Die Edelmetallpreise schießen in die Höhe. Der Goldpreis ist so hoch wie nie. Und auch Silber und Platin sind gefragt. Continue reading »
50 Milliarden US-Doller fordert die deutsche Finanzbranche aus der Insolvenzmasse der pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers. Die Aussichten auf eine Zahlung des beachtlichen Betrages sind aber sehr gering. Continue reading »